Sensorische Integrationstherapie

Die Wahrnehmungsförderung nach Jean Ayres
(Sensorische Integrationstherapie)

wird in Deutschland seit Jahren mit guten Erfolgen angewandt, vor allem bei Kindern mit zum Beispiel:

  • angeborenen und erworbenen Entwicklungsverzögerungen
  • Einschränkungen der Wahrnehmung und sich daraus ergebende Lernschwierigkeiten
  • Einschränkungen der Grob- oder Feinmotorik
  • Auffälligkeiten der geistigen Entwicklung.

Normalerweise sind all unsere Sinne (Tasten, Gleichgewicht, Körperwahrnehmung, Sehen, Hören, Riechen, Schmecken) untereinander vernetzt und befinden sich über unser Gehirn in einem regen Austausch. Dies ermöglicht uns u. a. ein stimmiges Körpergefühl, koordinierte Bewegungen und reibungslose Handlungsabläufe. Auf diese Weise können wir im Alltag gut klarkommen.

Ist aber ein Teil des Netzes nicht intakt, gerät unser Leben in Unordnung. So können Kinder mit Auffälligkeiten in der Integration ihrer Sinne z. B. ihr Gleichgewicht nicht gut halten, vermeiden Bewegung oder Berührung, haben eine ungenügende Augen-Hand-Koordination, haben Schwierigkeiten länger ruhig auf einem Stuhl zu sitzen, sind extrem unruhig, ihre Stifthaltung ist auffällig, sie halten ihr Gesicht dicht vor ihr Heft oder haben beim Abschreiben von der Tafel Schwierigkeiten.

In der Therapie geht es darum, diese in ihrer Funktion beeinträchtigten Sinne wieder in das Netz aller Sinne einzubeziehen (zu integrieren). Dabei wird Ihr Kind individuell befundet, seine persönlichen Stärken und Schwächen werden genau analysiert. Sie als Eltern werden eingehend von uns beraten und in Fördermöglichkeiten angeleitet. Wir unterstützen und bestärken ihr Kind zunächst in seinen Fähigkeiten. Ihr Kind soll spielerisch, mit Spaß und Freude lernen, die eignen Bewegungs- und Handlungsabläufe der Umgebung anzupassen. Der Therapeut sucht dafür gezielt Materialien und Spielgeräte aus, damit ihr Kind über die Vernetzung seiner Sinne bestmöglichst in seiner Entwicklung gefördert werden kann.